Generalversammlung 2016

Goldene Raiffeisennadel für AR-Vorsitzenden Max Wimmer

Essenbach, 22.06.2016

Auf der Generalversammlung der ortsansässigen Raiffeisenbank waren Vorstand und Aufsichtsrat mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr vollauf zufrieden. Wachsende Kunden- und Mitgliederzahlen und steigendes Kreditgeschäft zeigen, dass die Kunden die ausgewogene Geschäftspolitik der Genossenschaft honorieren.

In einem rauen Umfeld kann sich die Raiffeisenbank Essenbach eG gut behaupten. Mit einem Bilanzgewinn von 678 TEUR entsprach die Entwicklung der Ertragslage absolut den Erwartungen. Die Stärkung der Eigenkapitalausstattung ist das vorrangige Ziel der Geschäftspolitik. Rücklagen konnten ausgebaut werden. Der Eigenkapitalanteil wurde von 9,17 Prozent auf 9,52 Prozent gesteigert. Die Vorstände Klaus Santner und Christian Beck konnten auf der Generalversammlung der Raiffeisenbank Essenbach eG in der ESKARA am 22.06.2016 einen positiven Blick auf die Geschäftsentwicklung werfen - im Bankensektor nicht selbstverständlich.

 

Die Raiffeisenbank Essenbach hat die gesteckten Ziele erreicht. Sie konnte ihre Marktstellung sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft behaupten und sogar ausbauen. Die Prinzipien des genossenschaftlichen Geschäftsmodells, d. h. insbesondere die Nähe zum Kunden sowie die gute Ausbildung der Mitarbeiter seien, aus Sicht der Vorstände, die zentralen Erfolgsfaktoren. 

Vorstand Klaus Santner hebt die Bedeutung der genossenschaftlichen Regionalbanken als Stabilitätssäule des europäischen Finanzsystems hervor. Gleichzeitig kritisiert er die „große Politik“, die seiner Meinung nach mit ihren Entscheidungen und Regularien nicht den Mittelstand und dessen Förderung im Auge hat. 

Die Behauptung, regional aufgestellte Volks- und Raiffeisenbanken könnten niemals so effizient wirtschaften wie die internationalen Großbanken, widerlegt Santner. So sei die Raiffeisenbank Essenbach mit einer Cost-Income-Ratio von 56,60 Euro durchaus wettbewerbsfähig. Seine Forderung daher: Die Bankenregulierung muss kleine, solide wirtschaftende regionale Institute wie die Raiffeisenbank Essenbach eG entlasten. Die Regionalbanken hätten schließlich die Staatsschuldenkrise nicht verursacht – und sogar während der Krise für Stabilität in der Mittelstandsfinanzierung gesorgt. 

Als zentrale Aufgabe stellt er die Versorgung von Privatpersonen und Unternehmen heraus. Insbesondere in der Mittelstandsfinanzierung spielen die Genossenschaftsbanken – gemeinsam mit den Sparkassen – in Deutschland die entscheidende Rolle. So machen Firmenkredite an der Bilanzsumme rund 24 Prozent aus. Bei den deutschen Großbanken beträgt diese Quote dagegen nur etwa acht Prozent. Ende dieses Jahres wird die Zahl der Genossenschaftsbanken durch rund 50 geplante Fusionen unter 1.000 sinken. Auch dieser Trend ist dem wachsenden Druck der Regulatorik geschuldet. 

Mit einer Bilanzsumme von rund 419 Millionen Euro liegt die Raiffeisenbank Essenbach eG auf der Liste von bundesweit noch 1.019 Genossenschaftsbanken auf Platz 472, sprich im Mittelfeld. In den meisten wichtigen Wachstums- und Rentabilitätskennzahlen liegt die Bank deutlich über dem Durchschnitt. 

Die Raiffeisenbank Essenbach zählte zum Stichtag 31. Dezember 2015 5.650 Mitglieder.

Gegenüber 2014 habe sich die Zahl um 97 Mitglieder erhöht. Die Zahl der Kunden beträgt zum Jahresende 2015 16.394. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder addierten sich zum Jahresende auf 5.263 TEUR. Die Ergebnisrücklagen sind durch die Einstellung auf 24,55 Millionen Euro gestiegen. Das Zinsergebnis hat sich noch einmal geringfügig auf 9,153 Millionen Euro erhöht. Der Provisionsüberschuss belief auf rund 3,3 Millionen Euro. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnten trotz den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen mit rund 7,1 Millionen Euro im Jahr 2015 stabil gehalten werden. 

Für das Jahr 2017 erwartet der Vorstand weitere Belastungen infolge des Niedrigzinsniveaus. Zumindest teilweise, solle dies durch einen Ausbau des Kundenkreditgeschäfts sowie der Provisionseinnahmen kompensiert werden. Unterm Strich erwartet man bei der Raiffeisenbank Essenbach eG jedoch einen rückläufigen Jahresüberschuss. 

Nach der Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand […Abstimmung…] stellte sich Herr Michael Forstner zur Wiederwahl […Abstimmung…] Turnusgemäß scheidet Herr Gerhard Langner aus dem Aufsichtsrat aus. Eine Wiederwahl ist altersbedingt nicht möglich. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen zu seiner Nachfolge Frau Kerstin Schanzer vor. […Abstimmung…] 

Höchste Auszeichnung für Aufsichtsratsvorsitzenden Max Wimmer 

Eine außergewöhnliche Ehrung wurde dieses Jahr dem langjährigen Vorsitzenden des Aufsichtsrates zuteil. Für 40 Jahre im Dienste der Raiffeisenbank Essenbach erhält Herr Max Wimmer, Sägewerksbesitzer, die „Goldene Raiffeisennadel“. Überreicht wurde dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Auszeichnung durch die Generalbevollmächtigte des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V. Frau Dr. Andrea Althanns, die extra für diese besondere Ehrung angereist war. 

In ihrer Ansprache würdigt sie sein Engagement im Dienste der Raiffeisenbank Essenbach eG, welches mit dieser höchsten Auszeichnung der Genossenschaftsbanken Anerkennung findet. Seit Max Wimmer 1976 in den Aufsichtsrat der Bank gewählt  und ab 1978 Aufsichtsrats-vorsitzender wurde, hat er die Geschicke der Bank aktiv begleitet. 1991 mit der Fusion zwischen Kläham-Ergoldsbach, Postau-Wörth und Essenbach entstand die heutige Raiffeisenbank Essenbach eG. Bei der Gründung der Raiffeisen Waren GmbH 1994 war Max Wimmer einer der treibenden Befürworter. Von Vorstand und Aufsichtsratskollegen wird er als kritischer Ratgeber beschrieben, der jedoch stets ein konstruktives Weiterarbeiten im Auge hat. 

Ehrung langjähriger Mitgliedertreue 

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden dieses Jahr folgende Mitglieder geehrt: Josef Seewald sen., Alois Loichinger, Günter Hapflmeier, Josef Rauscher, Gottfried Zellner, Alois Paintner, Anton Wolf, Günter Matiske, Peter Galler, Friedrich Stäringer, Heribert Bosl, Ludwig Huber, Friedrich Angerer, Josef Attenberger, Josef Weidl, Josef Gruber, Helmut Rauscher, Konrad Beck, Josef Thurmaier, Karl Mayer, Heinrich Siegl, Dieter Winter. Bereits 60 Jahre mit der Raiffeisenbank verbunden sind: Franz Köck, Wilhelm Märkl und Johann Buchner. Den Jubilaren wurden eine Ehrenurkunde und ein Präsentkorb überreicht. 

Leichtes Umsatzplus auch in der Warengesellschaft der Bank

Die hundertprozentige Tochter der Bank konnte in 2015 mit 11,3 Millionen Euro den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen. Diese Leistung sei, so Christian Beck Vorstandsmitglied der Bank, sehr hoch einzuschätzen, v.a. wenn man bedenke, dass man aufgrund der rückläufigen Preise bei Agrargütern mehr an Mengen umsetzen musste, um den Umsatz in Euro zu halten. Auch durch das vermehrte Geschäft mit Baustoffen konnte ein Rückgang des Umsatzes vermieden werden. 

Dank umfangreichen Investitionen in den letzten Jahren konnten in 2015 der Umbau des Bürogebäudes am Standort Essenbach abgeschlossen werden. Der dadurch entstandene Raiffeisen-Markt wird von den Kunden sehr gut angenommen.