Neue EU Richtlinie für Banken und Bankkunden

Bankkunden müssen zukünftig selbst entscheiden, mit wem sie ihre Kontodaten teilen.

Am 13.01.2018 tritt die "Zweite Zahlungsrichtlinie PSD" in Kraft. Mit dieser EU Richtlinie wird unter anderem die Datensouveränität für Bankdaten neu geregelt. 

War bisher durch das sog. Bankgeheimnis klar, dass kein Dritter Einblick in Ihre Finanzdaten erhält, müssen Sie zukünftig selbst sicherstellen, dass keine unerwünschten Daten zugänglich sind.  

"Mit anderen Worten: Der Bankkunde kann für sich das Bankgeheimnis aufheben. Zum Beispiel, wenn er im Internet einkauft und einen sogenannten Zahlungsauslösedienst wie Paypal oder Klarna in Anspruch nimmt. Manche solcher Bezahldienste überweisen künftig das Geld vom Bankkonto des Kunden direkt auf das Konto des Händlers – ohne wie bisher den Umweg über die Bank zu nehmen, die das Konto führt. Eine andere neue Möglichkeit ist, dass ein Verbraucher einen sogenannten Kontoinformationsdienst wie Numbrs direkt beauftragt, ihm einen detaillierten Überblick über alle seine Konten und Verträge zu verschaffen."

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„Der Verbraucher könnte gläsern werden und das Konto zum Marktplatz für alle möglichen Anbieter“, mahnt Verbraucherschützer Pauli.

(Zitat Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.01.2018, Seite 30, Autor Thomas Klemm Redakteur im Ressort "Geld & Wirtschaft") 

Bisher ist noch nicht genau abzusehen, was diese erlassene EU-Richtlinie mit sich bringt. In jedem Fall verlangt sie dem Verbraucher noch deutlich mehr Aufmerksamkeit ab, um nicht an windige Geschäftspraktiken zu geraten.